Probleme zwischen den Wänden

Außenwände sind im nördlichen Teil Deutschlands meist zweischalig aufgebaut. Davon sind 80% aller Fassaden in Hannover betroffen. Das bedeutet, dass sich zwischen innerem und äußerem Mauerwerk oder hinter einer Klinkerfassade eine bis zu 10 cm starke Luftschicht befindet. Dieses Problem lässt sich auch bei vorgehängten Beton-Fassaden (Schulen, Verwaltungsgebäuden, Wohnsiedlungen in Hochhausbauweise und Krankenhäusern) oder Haus-Dehnungsfugen vorfinden. Da sich die Luft in diesen Hohlräumen bewegt und über Öffnungen und Fugen mit der Außenwelt in Kontakt kommt, entweicht sehr viel Wärmeenergie. Hohe Heizkosten, Schimmelgefahr und eingeschränkte Behaglichkeit sind somit vorprogrammiert.

Einblasdämmung als Lösung

Wir überprüfen vor Ort die bauliche Situation. Dabei wird die Hohlschicht mit einem Endoskop untersucht, wofür 2-3 kleine Löcher in die Außenwand gebohrt werden. Wird festgestellt, dass eine nachträgliche Kerndämmung möglich ist, stellen wir Ihnen die verschiedenen Dämmstoffe vor und entscheiden dann gemeinsam mit Ihnen welcher Einblasdämmstoff der Richtige für das Einblasverfahren ist. Nach der Auftragserteilung wird der Einblasdämmstoff durch ca. max. 16-25mm kleine Löcher in den Hohlraum eingeblasen. Dabei wird der Dämmstoff so verdichtet, dass er lückenlos, fugenfrei und setzungssicher die Hohlschicht ausfüllt.

Wichtiger Hinweis

1. Sollten auf ihrer Fassade Riemchen angebracht worden sein, dann ist hier eine Einblasdämmung NICHT möglich. Da diese Riemchen hochgebrannt sind und schon eine eher fliesenänliche Struktur aufweisen, kann hier nicht gewährleistet werden, dass die anfallende Luftfeuchtigkeit schnell genug nach aussen gebracht werden kann!

2. Hat ihre Fassade eine alten Anstrich, den man Elefantenhaut nennt, dann ist auch hier von einer Kerndämmung abzuraten, da auch hier nicht gewährleistet werden kann, dass die anfallende Luftfeuchtigkeit schnell genug nach aussen gebracht werden kann!

3.Die Luftschicht (Hohlmauer) zwischen den Mauerwerken muss auch dann zwingend mit einem Einblasdämmstoff verfüllt werden, wenn ein WDVS (Wärme-Dämm-Verbund-System) von außen aufgebracht werden soll. Nur so werden durch Hinterlüftung verursachte Wärmeverluste vermieden.

 

Vorteile einer Einblasdämmung

  • Zugerscheinungen aufgrund von Öffnungen (Steckdosen, Fensterbänke etc.) verschwinden.
  • Die Behaglichkeit erhöht sich aufgrund höherer Temperaturen an den Innenseiten der Außenwände. Somit ist auch der Schimmelpilzbildung entgegenzuwirken.
  • Eine Heizkostenreduzierung von mindestens 20% sind zu erwarten
  • Eine Kerndämmung lässt sich nachträglich günstig durchführen und amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.
  • Eine Kerndämmung kann meist an einem Tag durchgeführt werden.
  • Die Heizkosten werden gesenkt.

 

Geeignete Produkte

Für die Einblasdämmung in Außenwänden sind nur hydrophobe (wasserabweisende) Einblasdämmstoffe, mit einer bauaufsichtlichen Zulassung, geeignet. Diese unterscheiden sich durch Rohstoffherkunft, Einbaugewicht, Wärmedurchlasswiderstand, Fließfähigkeit und Preis.

Wir bieten herstellerunabhängig je nach Eignung und Wunsch 6 Kerndämmstoffe an

 

Wärmeschutz

  • Beträgt der U-Wert der Außenwand vorher ca. 1,8 W/(m²K), so kann er durch die Dämmmaßnahme auf ca. 0,4 W/(m²K) gesenkt werden.
  • Dies bedeutet eine wärmetechnische Verbesserung des Bauteils / der Außenwand um ca. 80 %.
  • Die Heizkosten werden langfristig um mindestens 20% gesenkt.
kerndaemmung