Die „sündigste“ Meile Deutschlands

Die Hamburger Reeperbahn hat sich den Ruf als eine der „sündigsten“ Meilen der Welt erarbeitet. Kein Wunder: Dort findet sich eine bunte Mischung aus Rotlicht- und Vergnügnungsvierteln. Diese wechseln sich mit Musikclubs, Hafenkneipen und Sexclubs ab. Millionen von Touristen zieht es jedes Jahr auf den Kiez – der zentralen Straße im Stadtteil St. Pauli. Im Laufe der letzten Jahrzehnte

hat sich der Kern der Reeperbahn gewandelt. Der Gebäudekomplex der „Tanzenden Türme“ stammt aus der Feder des Stararchitekten Hadi Teherani und ist von modernen Büroeinheiten geprägt. Dieser hat den legendären Musikclub „Mojo“ abgelöst.

Die Reeperbahn: Das Herz von Hamburg

Die Reeperbahn grenzt im Osten an das Hamburger Millerntor. Im Westen befindet sich das Nobistor der Stadt Altona. Im Jahr 1894 wuchs die Reeperbahn in die Stadt Hamburg hinein. Ihr Name stammt von den Seilern und Taumachern der Hansestadt, die im Bereich der Reeperbahn ihre Schiffstaue produzierten. Der dafür benötigte Platz bot sich vor den Toren der Stadt. Der damals als Armenviertel verpönte

Stadtteil entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einer Amüsiermeile. Wenige Jahrzehnte gesellten sich Trinkhallen und Bordelle hinzu. Mittlerweile gilt das Hamburger Viertel, das nach der Kirche St. Pauli benannt wurde, als Treffpunkt unterschiedlicher Kulturen, Schichten und Nationen. Der Stadtteil und seine Bewohner gelten als sehr tolerant und weltoffen.

Die Beatles auf der Reeperbahn

Viele Nebenstraßen der Reeperbahn sind ebenso bekannt wie die Hauptstraße von St. Pauli. In der „Großen Freiheit“ befand sich bis zum Jahr 1969 der „Star“-Club. Hier traten die Beatles unzählige
Male auf. Ebenso wie Little Richard, Chubby Checker und Rockstar Jimi Hendrix. Auch die Herbertstraße mag zu überzeugen. Hier präsentieren sich Prostituierte in abgeschotteten Schaufenstern ihren Freiern. In und um die Reeperbahn herum haben sich zahlreiche Musikclubs angesiedelt. Mittlerweile zieht das Reeperbahn-Festival, das sich über mehrere Tage erstreckt,
zahllose Musikliebhaber an. Die Ästhetik der Amüsiermeile ist von Kontrasten geprägt. Dort
befindet sich beispielsweise das Privattheater „Schmidts Tivoli“. Dieses verbreitete mit seinen Wandmalereien und goldenen Säulen ein nostalgisches Flair. Und ein Besuch des „Panoptikums“ – dem ältesten Wachsfigurenkabinett Deutschlands – ist allemal einen Besuch wert.

Die „Ritze“ – der legendäre Boxclub

Auf der Reeperbahn befindet sich ebenfalls die „Ritze“. Die legendäre Boxkneipe war in früheren Zeiten ein Treffpunkt von Anhängern des Boxsports. Mittlerweile ist die „Ritze“ eher ein
Touristenlokal mit nostalgischer Ausstrahlung. Im Keller befindet sich ein Boxring: Hier sind
bereits Boxweltmeister wie Dariusz Michalczewski und Henry Maske angetreten. Mittlerweile trainieren hier tagsüber Nachwuchssportler.

Ein kontrastreiches Stadtviertel

Die Reeperbahn versprüht den typischen Hamburger Charme. Sie ist nicht nur ein Treffpunkt für Touristen, sondern gilt als Anlaufpunkt für die einheimische Bevölkerung. Wer aus den Rotlichte-Ecken der Reeperbahn heraustritt, findet sich schon wenige Sekunden später in einer gemütlichen Kneipe wieder. Hier sitzen Einheimische und sprechen bei einem Kaltgetränk Hamburger Plattdeutsch. Dieser Kontrast ist es, der die Hamburger Reeperbahn zu etwas so Besonderem macht.

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